Einrichtung der Heckgarage

Das Doppelbett im Heck des Fahrzeugs ist erhöht angebracht. Also empfiehlt es sich, den Alkoholkonsum soweit im Griff zu haben, damit man abends noch hochklettern kann.

Darunter ist die Heckgarage. Praktisch platziert. Von beiden Seiten von aussen zugänglich. Anfänglich waberte dort ein Durcheinander von Stühlen, Wagenheber, Auffahrkeile, Markisenkurbel, Küchenpapierrollen und Werkzeuzkisten herum. Bei jeder festen Bremsung konnte ich mich am Geräusch orientieren, dass alles noch da ist. Es rumpelte jeweils gewaltig. Das Rumpeln störte mich nicht mal so sehr. Was mir auf den Wecker ging war die Aus- und Einräumerei, weil das gesuchte Teil unweigerlich immer das Unterste war. Das Moped sollte auch noch irgenwie reingepfercht werden. Und das sollte doch anständig festgelascht werden. Einrichtungen dieser Art sind fertig zu kaufen und werden sogar direkt montiert. Aber die Preise orientieren sich eher an Schuhnummern oder Ablaufdaten für Dosenware als am effektiven Warenwert. Also war Selbermachen angesagt.

Ich wollte aber einen "richtigen" Tisch, nicht so eine wackelige Alu-Gurtband-Camping-Konstruktion. Also musste eine wetterfeste, verwindungssteife und lackierte Sperrholzplatte her. Und das mit 100 x 140 cm! Aber wo stauen? Ganz einfach, hängend unter dem Lattenrost des Doppelbetts. Eingeschoben in eine Fixierschiene an einem Kopfende und mit einen Riegel an der anderen Kopfseite. Wenn draussen aufgestellt, liegt die Platte auf zwei zusammenfaltbaren Malerböcken. Auch die haben flach hinter den Stühlen Platz. Fertig: Die Rumpelei hat ein Ende und das Moped hat seinen fixen Platz und wird über eine Aluschiene aus- und eingefahren. Kostenpunkt: Etwa CHF 300, einschliesslich Holz und Kunststoffkisten. Ohne Arbeitszeit gerechnet.

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"Hochregallager" aus Kantholz
Moped und Grill festgezurrt
Tischlein deck dich!

Rückfahrkamera - ein Muss als Alleinfahrer

Mit 7.60 Meter Länge und 2.20 Meter Breite war rückwärts fahren bisher eine Mischung aus Lotto und russischem Roulette. Durch das Rückfenster lässt sich allenfalls der aufgehende Mond betrachten, aber nicht die Strasse. Prompt habe ich mir auch zweimal (dasselbe!) hintere Rücklicht ruiniert. Also musste eine Rückfahrkamera her. Schliesslich hat jeder Kübelwagen zur Abfallentsorgung so ein Ding. Zur Auswahl stehen teure Modelle mit vielen, oft nutzlosen Zusatzfunktionen. Aber auch kostengünstige, die nur das tun was verlangt ist: Nach hinten gucken. Wenn's geht, nach hinten geradeaus und nach hinten-unten.

Geräte, die ohne Verlegung von Kabeln installiert werden, habe ich verworfen. Deren Signale werden zum Anzeigemonitor gefunkt. Bilder von Überwachungskameras in Shops und Supermarkets muss ich aber nicht sehen. Die kämen automatisch rein, weil vieler dieser Geräte auf derselben Frequenz senden. Also war verkabeln angesagt. Entschieden habe ich mich für ein Produkt von carlights.de

Kabeldurchführungen wasserdicht zu kriegen ist nicht einfach. Aufgeklebte Dichtungen lösen sich meist nach Jahren unerkannt. Der über lange Zeit unsichtbare Wassereinbruch kann eine ganze Aussenwand ruinieren. Ich habe eine andere Methode gewählt. Ich habe ein Kunststoffrohr in die Aussenwand mit Epoxydharz eingeklebt und die Leitungen dort durchgeführt. Die Schlitze in den Röhrchen stehen auf der Innenseite des Fahrzeugs (Staukasten) vor und schützen das Kabel vor Knicken. Wie auf dem Bild ersichtlich, "guckt" die Kamera durch zwei Objektive. Eines zielt fast waagrecht auf die Strasse hinter mir. Das andere in steilem Winkel nach unten, sodass ich meine Anhängerkupplung sehen kann. Die Umschaltung erfolgt vom Fahrersitz aus. Kosten für die ganze Einrichtung: 300 Euro, ohne Arbeitszeit gerechnet.

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CM-DKRFS1 von "carlights"
oben: Löcher für RF-Kamera, unten: Schlitz für 3. Bremsleuchte
...damit ich die Ecke nicht nochmals ruiniere

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Etwa 2'000 Winzer, Landwirte und Handwerker in Frankreich, die kostenlos einen Stellplatz für eine Nacht anbieten. Abseits überfüllter Campings und Stellplätze. Meist verkauft der Opa Wein und Säfte und die Oma regionale Speziallitäten, Konfitüre, Käse, Würste und allerhand Leckereien aus eigener Produktion. Erlebenswert, aber kein Kaufzwang. Kostet ca. €30 p.a.